Freizeit in Ungarn: Ruhe und Beziehungs-Aufbau

Ausruhen und Ausbau der persönlichen Beziehungen sind die Hauptinhalte der Freizeitgestaltung in Ungarn. Das fand das ungarische Institut für Sozialforschungen Tarki heraus. Wie das Institut am Montag auf seiner Homepage über die Untersuchung im Auftrag des International Social Survey Programme (ISSP) berichtet, nutzen zwei Drittel der Ungarn ihre freie Zeit in erster Linie zum Ausruhen. Das restliche Drittel jedoch füllt sie häufig mit der Mehrung und der Pflege des „Beziehungskapitals“.

ISSP ist ein internationales, akademisches Umfrageprogramm, das seit 1985 eine jährliche Umfrage zu wechselnden sozialwissenschaftlichen Themen durchführt.

Noch über dem Durchschnitt liegen bei der Beziehungspflege die Budapester (47 Prozent), Menschen mit Hochschulabschluss (49 Prozent), Teenager und Twens (45 und 40 Prozent sowie in besonders hohem Maße Unternehmer (57 Prozent).

Schlussfolgerung der Forscher aus der Untersuchung: Diejenigen Gruppen der Gesellschaft verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen, die sich entweder über den Charakter des Kapitals von Beziehungen im Klaren sind oder die Freiheit ohne gesellschaftliches Leben nicht genießen können. Unter denen, die die Freizeit beziehungs-orientiert verbringen, ist der Anteil von Menschen, die größeres Glück und Gesundheit empfinden, aber Langeweile und Erschöpfung nicht kennen sowie in die Menschen vertrauen, größer als im Durchschnitt.