Während die Autobahn M7 den Durchgangsverkehr auf der Staatsstraße 7 entlang des Balatonsüdufers stark beruhigt hat, klagt nun die Gastronomie über Verluste und schließt im Herbst viele Betriebe.
Des einen Freud‘ ist des anderen Leid. Die Anwohner zeigen sich glücklich über den verminderten Autolärm, andererseits ist es für viele Gastwirte nicht mehr wirtschaftlich, die Betriebe auch während der kalten Jahreszeit geöffnet zu halten. Daneben minimieren auch gestiegene Nebenkosten einen zu erwartenden Ertrag. So wird es beispielsweise nach 20 Jahren das erste Mal sein, daß Gäste im Balatonföldvárer Gasthaus „Forrás“ zur Winterszeit vor verschlossenen Türen stehen werden.
Bis zu zehntausend Fahrzeuge frequentierten früher die Staatsstraße 7 täglich, zwischenzeitlich sind zwei Drittel des Verkehrs auf die Autobahn ausgewichen,so siofokinapilap.hu. Dort wird bereits bei Balatonvilágos darauf hingewiesen, daß der nächste Tankstop erst kurz vor der kroatischen Grenze möglich sei, was natürlich auch das Geschäft der Tankstellen an der Staatsstraße 7 vermiest.
Anders stellt sich die Situation für Gastbetriebe dar, die schon seit Jahren auf eine gewachsene Stammkundschaft zurückblicken können. So zum Beispiel das Restaurant „Kistücsök“ in Balatonszemes, das seine Gäste mit einem erweiterten Speisenangebot lockt. Auch die Besitzer der Taverne „Anno“ in Balatonszárszó sehen ihr Geschäft seit Eröffnung der Autobahn M7 kaum beeinträchtigt.