Das Heilbad wird ebenfalls innen und außen restauriert
In Nagyatád wurde mit der Sanierung des Stadtzentrums aus Unionsfördermitteln begonnen. Bis Ende August dieses Jahres sollen Arbeiten in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Forint fertiggestellt werden, für einen Teil von ihnen werden jetzt die Bauunternehmen ausgewählt.
Der 100 Jahre alte Hauptplatz von Nagyatád, der Széchenyi tér, ist seit langem reif für eine umfassende Rekonstruktion, doch dafür ergab sich erst Ende 2004 eine Chance. Im Rahmen einer der letzten Phare-Ausschreibungen, dem Orpheus Programm, gelang es der Selbstverwaltung, eine halbe Milliarde Forint für die umfassenden Rekonstruktionsarbeiten des Platzes zu erhalten. Die Anfertigung der Planungsdokumentation und die Einholung der Genehmigungen dauerten mehr als ein Jahr, so dass die Arbeit erst vor kurzer Zeit in Angriff genommen werden konnte.
Nach dem Bericht von Bürgermeister István Ormai beginnt die Sanierung des Platzes mit dem Umbau der unter örtlichem Denkmalschutz stehenden alten Poststation. Der größere Teil des mehr als 100 Jahre alten Gebäudes, das seine einstige Funktion verloren hat, diente seit Jahren als Lager des Museums. In Zukunft soll es zu einer über 17 Zimmer verfügenden Pension umgebaut werden, dessen Betreiber die Selbstverwaltung als Eigentümer durch eine Ausschreibung auswählen wird. In dieses Haus wird auch das dem Fremdenverkehr dienende örtliche Tourinform-Büro einziehen.
„Für die anderen Bauarbeiten zur Sanierung des Hauptplatzes werden die Bauunternehmen durch die in Kürze laufenden öffentlichen Beschaffungsverfahren ausgewählt“, sagte der Bürgermeister, nach dessen Aussage die mit dem 31. August ablaufende Frist bei keiner der in drei Abschnitte aufgeteilten Arbeiten ein Problem bedeutet. Als Teil der Sanierung des Stadtzentrums erhält der Platz einen neuen Belag und Springbrunnen und auch der in der Mitte befindliche Park wird schöner umgestaltet. Das gegenüber der alten Poststation befindliche, 1906 erbaute Heilbad wird ebenfalls innen und außen restauriert.
Die Kosten der in ihrer einstigen Form wiederherzustellenden, farbigen Fassade werden aus dem Rahmen der Unionsfördergelder gedeckt, während die Modernisierung im Inneren des Bades von den 70 Millionen Forint, die die Selbstverwaltung vom Regionalen Entwicklungsrat erhielt, finanziert wird. Nagyatád musste zur Sanierung des Stadtzentrums 50 Millionen Forint Eigenmittel beitragen, dazu steuerte das Innenministerium 16 Millionen Forint bei.
Zusatz:
Auch das öffentliche Beschaffungsverfahren für den Bau einer neuen Lehrschwimmhalle wurde als Teil des Somogyer Modellprojekts eines Regierungsprogramms bekannt gegeben. (Laut dem vom Nationalen Amt für Sport verkündeten Bauprogramm von Lehrschwimmhallen können zwischen 2004 und 2006 fünfzig Schwimmhallen und bis 2010 in weiteren Kleingebieten vierzig Schwimmhallen gebaut werden.) Der Bürgermeister hofft, dass die Lehrschwimmhalle noch in diesem Jahr errichtet wird, die neben einer Erweiterung der Möglichkeiten, Sport zu treiben, für alle Grundschüler des Kleingebiets den Schwimmunterricht gewährleistet.
Die Nagyatáder Schwimmhalle, die ein Lehrbecken und ein Schwimmbecken umfasst, kostet ca. 400 Millionen Forint und wird unter Einbeziehung von privatem Kapital finanziert. Demgemäß muss der Investor die Schwimmhalle 15 Jahre lang betreiben. Während dieser Zeit bestreiten der Staat und die Selbstverwaltung je zur Hälfte die die Investitionskosten auch beinhaltenden Betreibungskosten. Die Anlage kann nach Ablauf der Lautzeit in das Eigentum von Nagyatád übergehen.
Tünde Török, Népszabadság