Gefährliche Wetterlage am Balaton – Deutsche gerettet

Große Hitze und südliche Winde haben am Balaton zu Gefahren für die Strandurlauber geführt. Die Polizei hat deshalb am Donnerstag eindringlich davor gewarnt, sich zu weit von den Ufern zu entfernen. Allein am Mittwoch habe die Wasserpolizei bei sieben Einsätzen 15 Menschen retten müssen, hieß es in einer Mitteilung. Die spektakulärste Rettung habe es im Fall einer deutschen Familie gegeben. Der Vater sei im angetrunkenen Zustand mit seinen Kindern vor Siófok vom Ufer abgetrieben worden und habe wegen der Hitze und des Alkohols das Bewusstsein verloren.

„Wir bitten die Badegäste, Bootfahrer und Surfer, sich nicht weit vom Ufer zu entfernen“, appelliert die Polizei. Starker Wind und Wellengang könne die überraschend schnell weiter in den See treiben. Von dort könnten sie aus eigener Kraft nicht mehr ans Ufer kommen. Das gelte selbst wenn nur die 1. Stufe der Sturmwarnung verkündet wurde, bei der es eigentlich erlaubt sei, sich bis zu 500 Meter vom Ufer weg zu bewegen.

Man solle auch nicht versuchen, Strandzubehör, wenn es abgetrieben wird, zurück zu holen. Damit setze man sich unnötiger Gefahr aus. Sollte jemand dennoch in eine Gefahrenlage geraten, dann solle er das jeweilige Strandzubehör nicht loslassen, da die Wasserpolizei ständig die Wasseroberfläche beobachten und ein farbiger Ball oder eine Luftmatratze viel eher zu bemerken sei als der Kopf eines Schwimmers.

Mitarbeiter der Wasserpolizei bergen der Mitteilung zufolge verlorenes Strandzubehör aus dem Wasser. Bei Verlust können sich Eigentümer auf dem Präsidium danach erkundigen.