Mit erheblicher Verstärkung der Polizeikräfte während der Badesaison soll der Balaton der sicherste See Europas werden. Das erklärte der turnusmäßige Vorsitzende des Koordinierungsausschusses für Sicherheit am Balaton, József Horváth vom Polizeipräsidium des Komitats Somogy. Das Sicherheitsgefühl der am Balaton und am Velence-See lebenden Menschen und der Touristen solle sich verbessern.
Neben der Umgruppierung von Polizisten der betroffenen vier Komitate stärken drei Einsatzgruppen, 160 Schüler der Polizei-Offiziershochschule, ein Hubschrauber sowie fünf Ermittler der Kriminalpolizei die Sicherheit in den Feriengebieten. Ihre Arbeit zwischen dem 1. Juni und dem 15. September wird vom Koordinierungsausschuss gelenkt, der alle zwei Wochen zu Sitzungen zusammentritt. Die Polizei verstärkt ihre Dienste auf der Straße, kontrolliert verstärkt und betreibt Informationszentren für den Fremdenverkehr.
Vorrang hat nach Horváths Worten die Verstärkung des Personalbestands bei der Wasserpolizei am Balaton, die im vorigen Jahr hervorragende Arbeit geleistet habe. In der beginnenden Saison stehen 16 Polizeischiffe unterschiedlicher Größe und Bestimmung zum Einsatz bereit. Auch berittene Polizei wird es am Balaton und am Velence geben. Verhandelt werde derzeit noch darüber, ob deutsche Polizisten, die zum Sziget-Festival (Insel-Festival) nach Budapest kommen, danach noch eine Zeitlang am Balaton Dienst tun werden.
Der Bürgermeister der heimlichen Balaton-Hauptstadt Siófok, Árpád Balázs, vertrat die Auffassung, dass ungeachtet der Verstärkung nicht genügend Polizei aufgeboten werde. Grundproblem sei, dass es Mängel bei der örtlichen Polizei gebe, die durch die Verstärkung nur ausgeglichen würden. Dies könne jedoch nicht genügend Kräfte bedeuten zur Handhabung einer Turistenmenge von zeiteweise mehr als dem Sechsfachen der örtlichen Bevölkerung und zur Gewährleistung ihrer Sicherheit.