300 Jahre Schwabendorf Himesháza

Der Ort Himesháza liegt zwischen Pécs und Mohács in der schönen Hügellandschaft des Komitats Baranya im Süden Ungarns. Im Dorf leben 1.088 Einwohner. Der deutsche Name Nimmesch, die vielen deutschen Eigennamen der Dorfbewohner und die Deutsche Selbstverwaltung erinnern daran, dass Himesháza wie andere ungarische Siedlungen auch eine spannende deutsche Geschichte hat, die im Jubiläumsjahr unter dem Motto „300 Jahre Ansiedlung der deutschen Kolonisten” mit einem großen Fest gewürdigt wurde.

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Durch das von donauschwäbischen und deutschen Kulturgruppen gestaltete Festprogramm am Nachmittag des 3. September führte die ungarndeutsche Journalistin Kristina Szeiberling, die auch Mitglied der Deutschen Selbstverwaltung Pécs ist. Nach dem Intonieren der ungarischen Nationalhymne und der Hymne der Ungarndeutschen durch die Bawazer Blaskapelle begrüßte sie die Ehrengäste: Dr. Susanne Gerner, Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Pécs, Parlamentsabgeordneten Dr. János Hargitai, den ungarndeutschen Parlamentsabgeordneten Imre Ritter, Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Josef Szugfil, Vorsitzender der Branauer Deutschen Selbstverwaltung, Zoltán Schmidt, Leiter des Regionalbüros der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen in Pécs, Jürgen Hahn, Bürgermeister der Partnergemeinde Rasdorf und die mit dem Bus angereisten Gäste aus Rasdorf sowie die Besuchergruppe des Stiffolder Freundeskreises aus Fulda und das Jugendblasorchester aus Eiterfeld. Das Fest beehrten darüber hinaus weit über tausend Besucher, die sich nicht nur an den Kulturprogrammen und Festbroschüren erfreuten, sondern auch donauschwäbische Köstlichkeiten probieren konnten.

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Kristina Szeiberling sagte zu Anfang: Wie schon das Motto „Himesháza-Nimmesch 300“ andeutet, kamen die ersten deutschen Siedler 1721-22 in das Dorf und schlossen 1722 einen offiziellen Vertrag mit dem Bischof von Fünfkirchen über die Ansiedlung, Landnutzung und Steuerbefreiung. In diesem Jahr jähren sich diese Ereignisse zum 300. Mal. Heuer gedachte Nimmesch des Jubiläums mit einer Reihe von Veranstaltungen: dem Hutzelsonntag zu Beginn der Fastenzeit, einem Familienquiz über die Ansiedlung, einem Vortrag über die Herkunft und Sprache der Nimmescher Deutschen, mit Jubiläumsfeiern lokaler Kulturgruppen, mit einem traditionellen Fronleichnamsfest und der Enthüllung eines Ansiedlungsdenkmals. Die heutige Veranstaltung, das Stiffolder Treffen, ist ein Treffen von Nachkommen jener Familien, die aus der Umgebung der Abtei Fulda stammen. Wir begrüßen unsere Freunde aus Bawaz, Feked, Wemend, Boschok, Sawer, Surgetin, Sier, Schomberg sowie die Vertreter der drei Fuldischen Siedlungen im Komitat Tolna: Mutsching, Sawed und Ungarischweke.

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Bürgermeister Péter Pataki eröffnete das Kulturprogramm und zeigte mit seiner aktiven Teilnahme, dass auch er die donauschwäbische Tänze beherrscht.

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Zuvor war in seinem Beisein am 14. August am Kirchberg von Nimmesch/Himesháza ein Ansiedlungsdenkmal eingeweiht worden. „Das Denkmal von Bildhauer Dávid Tóth aus Verőce und Steinmetzmeister Viktor Gill aus Berkina/Berkenye erinnert an die ersten Siedler, die auf der sogenannten Ulmer Schachtel die Donau herab fuhren und am Ende der Fahrt das Holz des Einwegbootes für den Bau ihres ersten Hauses in der neuen Heimat verwendeten”, erzählte uns András Rozmer, langjähriger ehemaliger Bürgermeister, dessen gesamte Familie einen großen Beitrag zur Pflege der donauschwäbischen Sprache und Kultur in Himesháza leistet und aktiv daran teilnimmt. So war seine Ehefrau lange Zeit Leiterin des Verbandes der Freundschaft zwischen den Völkern. Der Schwiegersohn Ervin Umstadter unterrichtet als Musiklehrer und Kantor des Ortes auch junge Nachwuchstalente im Akkordeonspielen. „Die ungarndeutsche Volksmusik, Volkstänze und Traditionen liegen uns sehr am Herzen, sie werden auch in der örtlichen Nationalitäten-Grundschule intensiv gefördert.”

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Die Festrede der Konsulin Dr. Susanne Gerner gab einen spannenden Überblick über die Siedlungsgeschichte deutscher Familien in den Ländern der Stephanskrone, Jürgen Hahn hob als Bürgermeister von Rasdorf die engen, sehr guten Kontakte mit der Partnergemeinde Nimmesch hervor, die in den 80er Jahren begannen als der Rasdorfer Wendelin Priller und der Stiffolder Freundeskreis die Geschichte der ausgewanderten Deutschen aus der Region Fulda begannen zu erforschen. Und Bürgermeister Péter Pataki erinnerte in seiner Festrede daran, dass der Legende nach der Name Nimmesch vom ersten deutschen Ansiedler stammt, der angesichts der guten Böden in dieser Region unweit der Donau ausrief: nimm ich!

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Das bunte Kulturprogramm wurde von Chören, Musikern, Tanzgruppen und Kapellen aus Bawaz, Nimmesch, Wemend, Feked, Schomberg, Surgetin und den Gästen aus Rasdorf sowie dem Jugendblasorchester aus Eiterfeld gestaltet. Einen der Höhepunkte bildete eine Modenschau mit den schönen Volkstrachten der ungarndeutschen Siedlungen Babarc, Feked, Véménd, Bozsok, Mucsi, Kisvejke, Szabar, Himes, Geresdlak. Der Festtag klang am Abend stimmungsvoll mit dem Schwabenball aus. Am 4. September folgte die Nimmescher Kirmes mit Ringelspielen und Ständen, die mit der heiligen Messe in der schönen Kirche des Ortes begann und mit vom Sonnenblumenchor gesungenen „Liedern, die von Herzen kommen” am Abend endete.

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