Balatonlelle – Bei einem Ausflug mit dem Wasserrad auf dem Balaton sind am Samstag ein Familienvater und sein Sohn ums Leben gekommen. Beide waren Nichtschwimmer, die fünfköpfige Familie – Eltern und drei Kinder – hatte sich dennoch mindestens 350 Meter vom Ufer bei Balatonlelle entfernt, berichtet die Unabhängige Nachrichtenagentur am Sonntag unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Wasser-Rettungsdienstes. Als der 15-jährige Sohn ins Wasser fiel, sprang der 42-jährige Vater ihm nach, obwohl er nicht schwimmen konnte.
Nur wenige Minuten nach dem Vorfall trafen Rettungskräfte auf Booten am Ort des Geschehens ein. Augenzeugen konnten jedoch den genauen Punkt des Unfalls nicht bestimmen. Vier Stunden später fanden Taucher den Leichnam des Vaters, während der Junge am Sonntag nach wie vor vermisst wurde. Wegen eines Sturms musste die Suche am Nachmittag unterbrochen werden.
Der Rettungsdienst machte im Zusammenhang mit dem Unglück erneut darauf aufmerksam, dass sich Nichtschwimmer ohne Schwimmweste nicht in die Nähe von tiefem Wasser begeben sollen. Die betroffene Familie kam aus der Großen Tiefebene und verbrachte zum ersten Mal im Leben einen Urlaub am Plattensee.