Autobahnbau in Ungarn: Rekordstrafe

Die höchstmögliche Strafe hat die ungarische Bergbaubehörde gegen die Erbauer des Autobahnabschnitts Szekszárd-Boly-Pécs verhängt. Das Bauunternehmen muss zehn Millionen Forint (etwa 40 000 Euro) zahlen, weil es gegen den Baustopp an den Tunnels in der Nähe von Bátaszék verstoßen hatte, berichtet die Zeitung „Dunántúli Napló“ am Freitag. Zuständig für die Teilstrecke der M6 (Budapest-kroatische Grenze) ist das vom österreichischen Strabag-Konzern geführte Mecsek Autobahn Konsortium

Die Behörde hatte im Juli weitere Arbeiten am Bau verboten, nachdem in der Folge heftiger Regenfälle einer der Tunnels eingebrochen war. Zunächst sollten die Ursachen für den Einsturz und das weitere Vorgehen geklärt werden. Das Unternehmen ließ jedoch weiterarbeiten. Dabei wurde ein Arbeiter lebensgefährlich verletzt, als ein Beton-Stahlnetz auf ihn fiel. Nach Unternehmensangaben soll der Mann mit Sicherungsarbeiten an der Schadenstelle beschäftigt gewesen sein.