Die Unwetter im Mai in Ungarn haben Versicherungsschäden bis zu 30 Milliarden Forint (rund 108 Millionen Euro) angerichtet, schätzt der Verband Ungarischer Versicherer vorläufig ein. Mehr als die Hälfte davon sei bereits ausgezahlt worden, berichtet der private Rundfunksender InfoRádió am Mittwoch (16.6.).
Die schwersten Zerstörungen hinterließ das Hochwasser in der Kommune Felsőzsolca (Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén), wo die Versicherungen den von ihnen zu begleichenden Schaden mit über einer Milliarde Forint angeben.
Insgesamt habe es 150 000 Schadensmeldungen an die Versicherer gegeben. Davon betrafen etwa 138 000 Die Folgen der Stürme sowie mehr als 10 000 die Hochwasserschäden.
Verbandsangaben zufolge sind 72 Prozent des ungarischen Wohnungsbestands versichert, während in der EU der Durchschnitt 85 Prozent betrage und der niedrigste Wert 80 Prozent nicht unterschreite. Für Ungarn heißt das, dass von insgesamt vier Millionen Wohnungen mehr als eine Million nicht versichert ist – und das mit wachsender Tendenz.